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Inhalt der Ausgabe 01/2009

Editorial

Editorial

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Jahresinhaltsverzeichnis 2008

Eluierungsverfahren

Praktische Aspekte der Anwendung von Eluierungsverfahren nach DIN 19528 und DIN 19529

Im Zusammenhang mit der Novellierung der Bundes-Bodenschutzverordnung und der Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung wurden vom DIN-Normenausschuss Wasserwesen, Unterausschuss „Eluierungsverfahren“ zwei Verfahren zur Elution von Feststoffen erarbeitet. Dabei handelt es sich um ein Säulenperkolationsverfahren zur gemeinsamen Untersuchung des Elutionsverhaltens von organischen und anorganischen Stoffen und ein Schüttelverfahren mit einem Wasser-/Feststoff-Verhältnis (W/F) von 2 l/kg zur Untersuchung der Elution von anorganischen Stoffen. Beide Verfahren sind für Bodenmaterialien und mineralische Abfälle mit einer Korngröße bis 32 mm vorgesehen. Der Vergleich der Praktikabilität der beiden Elutionsverfahren soll zur Diskussion zu deren Einsatz im Rahmen der geplanten bundeseinheitlichen gesetzlichen Regelungen beitragen, welche gegenwärtig kontrovers geführt wird.

Associated with the amendment of the German Ordinance on Soil Protection and the new German Ordinance on Mineral Waste Utilisation, the sub-committee „Leaching procedures“ of DIN Water Practice Standards Committee developed two new standards for contaminated soils and solid waste with a particle size up to 32 mm. The standards comprise a column percolation method for the joint examination of the leaching behaviour of organic and inorganic substances and a batch test procedure at a liquid to solid ratio of 2 l/kg for the examination of inorganic substances. A comparison of their practical application is presented in light of the controversy discussion within the framework of recent legislation activities.

Natural Attenuation

NA-Nachweis in Kluftgrundwasserleitern – Systematik und Bewertung am Beispiel des ehemaligen Mineralölwerks Epple, Stuttgart-Bad Cannstatt

Auf dem Altstandort Epple in Stuttgart-Bad Cannstatt wurde im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsvorhaben OLES (Oel-Epple Stuttgart), das innerhalb des Förderschwerpunkts KORA angesiedelt war, die Wirksamkeit von NA-Prozessen in Kluftgrundwasserleitern untersucht. Ungeachtet der relativ heterogenen Untergrundverhältnisse im Festgestein hat sich ein systematisches Vorgehen bewährt, das auch bei vergleichbaren Kluftgrundwasserkontaminationen zu einem hinreichend zuverlässigen System- und Prozessverständnis führen kann. Schwerpunkt hierbei ist die Entwicklung eines Hydrogeologischen Modells, das die komplexen Verhältnisse und Vorgänge charakterisiert. Hinzu kommt eine vertiefte Erkundung mit Spezialuntersuchungen und -analytik, mit der die maßgeblichen Kenndaten abgesichert werden. Dies zusammen ist die Grundlage numerischer Modellierungen zum Strömungs- und Transportverhalten, deren Ansätze auch zur Plausibilisierung der hydrogeologischen Modellvorstellungen dienen. Trotz vergleichsweise schwieriger Verhältnisse lassen sich NA-Prozesse damit auch in Kluftgrundwasserleitern ausreichend gut erfassen und beurteilen. Die integralen Ergebnisse der zielorientierten Erkundung und der Modellansätze waren in vorliegendem Fall so überzeugend, dass behördlicherseits die Option von MNA befürwortet werden kann.

The research-project OLES (Oel-Epple Stuttgart) was settled in the association of KORA and funded by the BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung). In the context of this project on the abandoned industrial site Epple in Stuttgart-Bad Cannstatt the effectiveness of NA processes in fractured rock aquifers was analyzed. Regardless of the comparatively heterogeneous conditions of the underground in the solid rocks the systematic approach was established. Also for similar fractured rock aquifers this approach leeds to a sufficient correct comprehension of system and processes. Focal point is the development of an hydro-geological model (conceptual model) that characterizes the complex conditions and occurrences. Additionally deepened investigations concerning special methodologies of exploration and analytics ensured the relevant characteristics and data. This all is the basis of numerical modelings regarding groundwater flow and transport of contaminants. These modelings serve also as a verification of the hydro-geological conception. Notwithstanding the comparatively difficult conditions processes of NA can be adequate realized and evaluated by this means. In this case the integral results of the targeted exploration and the approaches of the models were convincing. On this basis the authorities were able to accept MNA as an option for further activities.

Arbeiten in kontaminierten Bereichen

Der Bauherr von Arbeiten in kontaminierten Bereichen als Inverkehrbringer von Gefahrstoffen im Sinne der Gefahrstoffverordnung

Bereits bei Vorliegen von Verdachtsmomenten über eine Gefahrstoffbelastung des Baugrundes bzw. der Bausubstanz ist der Bauherr gehalten, eine entsprechende Untersuchung, Beschreibung und Ausarbeitung zu den tätigkeitsabhängigen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen durchzuführen, um diese dem Auftragnehmer zur Verfügung zu stellen. Insbesondere als Inverkehrbringer von Gefahrstoffen muss der Bauherr dem Auftragnehmer Informationen zur Verfügung stellen, die dem Inhalt des Sicherheitsdatenblattes nach GefStoffV entsprechen. Letztlich verschafft sich jeder Bauherr nur wenn er seinen gesetzlichen und vertraglichen Pflichten auf diese Weise nachkommt Rechts-, Planungs- und v. a. Kostensicherheit.

As soon as suspicious facts regarding to contaminated subsoil, respectively contaminated basic structure of a building with hazardous substances exist, the constructor is obliged to accomplish appropriate verification, specification and elaboration reliant on the operating measure of safety and precaution to allocate the contractor. In particular when bringing hazardous substances into circulation the constructor has to allocate information to the contractor, that are in accordance with the (data) content of the material safety data sheet according to the Ordinance on Hazardous Substances. In the end the constructor procures legal certainty, planning reliability and above all cost certainty only when satisfying his legal and contractual responsibilities.

Altlastenmanagement

Ein neues Leitbild für das Altlastenmanagement in Österreich

Mit November 2008 wurde in Österreich ein neues „Leitbild Altlastenmanagement“ vorgeschlagen, das in einem rund einjährigen Diskussionsprozess im Rahmen eines Arbeitskreises bestehend aus ExpertInnen des Bundes und der Bundesländer erstellt wurde. Hintergrund und Ausgangspunkt für die Erstellung des Leitbildes stellen die internationalen Entwicklungen des Altlastenmanagements in den letzten Jahrzehnten und die damit einhergehenden Diskussionen in Österreich dar. Das Leitbild soll primär für alle im Altlastenmanagement tätigen Personen und die interessierte Öffentlichkeit eine Orientierungsfunktion erfüllen und wird von den Verfassern des Leitbildes als erster Schritt gesehen, bestehende kommunikative und technische Barrieren zu überwinden und damit bessere Voraussetzungen für die Entscheidungsfindung im Altlastenmanagement zu schaffen.

Altlastensanierung

Einsatz des OXYTEC-Verfahrens in der Altlastensanierung am Beispiel eines BTEX-Schadens

Im Rahmen von Altlastensanierungen kommen seit einigen Jahren mehr und mehr in situ-Verfahren zur Reinigung kontaminierter Grundwässer zum Einsatz. Diese sind meist kostengünstiger und weniger aufwändig in Betrieb und Wartung als das herkömmliche Verfahren, also „pump and treat“. Hier sind insbesondere mikrobiologische in situ-Sanierungsverfahren hervorzuheben, die dann zum Einsatz kommen, wenn sich bei laufenden Maßnahmen das so genannte „tailing“ einstellt und die wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit der Maßnahme nicht mehr gegeben ist. Dabei werden die Schadstoffe im Grundwasser mit Hilfe von Mikroorganismen abgebaut (NA), die sich häufig auf natürlichem Wege im Milieu des Aquifers ansiedeln. Für den Abbau von organischen Schadstoffen benötigen die Mikroorganismen zur Verstoffwechselung Sauerstoff, den sie dem Grundwasser entziehen.

Tagungen

Tagungsbericht vom Altlastentag Hannover 2008 Forum für Boden- und Grundwasserschutz

Am 18. September 2008 trafen sich mehr als 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Behörden, Unternehmen und Institutionen beim 17. Altlastentag Hannover „Forum für Boden- und Grundwasserschutz“, der von der Landeshauptstadt Hannover und der LEUPHANA Universität Lüneburg in Suderburg veranstaltet wurde. In sechs Workshops wurden unterschiedliche Themen des Boden- und Grundwasserschutzes behandelt. Die eintägige Veranstaltung wurde durch eine Fachausstellung abgerundet.

Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung – Themenvielfalt des DECHEMA-Symposiums findet reges Interesse

Mit dem Ziel, anspruchsvolle Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung unter ganzheitlicher Betrachtung von In-situ-Sanierungen, Natural Attenuation, Brachflächenrevitalisierung und behördlichem Handeln zu präsentieren und zu diskutieren, fand in Frankfurt am Main vom 24.– 25. November 2008 das diesjährige DECHEMA-Symposium statt. Begleitet wurde die von rund 250 Teilnehmern besuchte Tagung wie in den Vorjahren von einem umfangreichen Posterprogramm und einer Fachausstellung.

Service

ITVA-Mitteilungen

altlasten news

+++ Inbetriebnahme der Grundwassersanierungsanlage in Kaarst-Büttgen +++ Sieben neue Projekte im AAV-Maßnahmenplan +++ Neuer Aktivkohlefilter in 20C-Container +++ Revidierte Fassung der Norm DIN EN ISO 9001 Qualiätsmanagementsysteme – Anforderungen“ liegt vor +++ Boden- und Grundwasser-Netzwerk SNOWMAN startet zweite Ausschreibung +++ Neues EU-Projekt URBAN-SMS-Bodenmanagement-Strategion für städtische Räume +++ VEGAS-Probennehmerlehrgänge +++ Studiengänge „Wasser und Umwelt“ Sommersemester 2009 +++ Neuer dualer Studiengang Baubetriebswirtschaft am Standort Haste der FH Osnabrück +++ Neues Handbuch des HLUG „Ermittlung von Schadstofffrachten im Grund- und Sickerwasser“ +++ Eignung von Unternehmen für Herstellung, baulichen Unterhalt, Sanierung und Prüfung von Grundstücksentwässerungen Entwurf Merkblatt DWA-M 190 +++ VBI gibt zweite Auflage der Übersetzung des FIDIC Yellow Book heraus +++ Bundeskabinett beruft neue Mitglieder des WBGU +++ Seit dem 1. Dezember 2008 ist die Dr. Stupp Consulting GmbH (DSC) mit Sitz in Bergisch-Gladbach ein Tochterunternehmen der Tauw GmbH +++ Erster Umweltwirtschaftsbericht vorgelegt +++ Unabhängige Ingenieurunternehmen des VBI und VUBIC ab 1. Januar in einem Berufs- und Wirtschaftsverband +++ IFAT zukünftig alle zwei Jahre +++ Nachtrag zu der Kommentierung des Urteils des VGH BW vom 1. 4. 2008 +++

Veranstaltungsvorschau

 

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