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Inhalt der Ausgabe 44/2011

Inhalt/Editorial

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Impressum / Editorial

Fachbeiträge

Fremdsprache Literatur

Literatur kann im Deutschunterricht viele Funktionen erfüllen: Sie kann Lust an der deutschen Sprache wecken, kann Lust aufs (Weiter-)Lesen deutschsprachiger Texte machen, kann spannende Anlässe und Themen zum Nachdenken und Diskutieren liefern, kann auf die deutsche Sprache und auf die deutschsprachigen Länder ein ganz besonderes Licht werfen. Dies alles kann sie, weil sie von der Sprache einen besonderen Gebrauch macht. Von diesem Gebrauch handelt das vorliegende Heft, in das dieser Artikel einführt.

Literarische Sprachspiele als Mittel des Spracherwerbs

Literarische Texte werden im Deutschunterricht oftmals benutzt, um – wie in Übungstexten aus Lehrbüchern – grammatische Regeln zu üben und zu erklären. Dabei wird die ästhetische Seite der Texte in der Regel vernachlässigt. Dieser Beitrag zeigt, wie gerade dieser Aspekt literarischer Texte zum Ausgangspunkt für sprachliches Lernen gemacht werden kann. An ausgewählten Beispielen wird demonstriert, wie sich im Anfängerunterricht durch die kreative Arbeit mit Texten der experimentellen und konkreten Poesie sowie der Elementarliteratur (wie z.B. Kinderreime, Kinderlieder und Sprachspiele) sprachliches, kulturelles und literarisches Lernen, kreatives Schreiben und grammatisches Üben miteinander verbinden lassen.

Lyrik der Neuen Subjektivität im fremdsprachlichen Deutschunterricht

Für das Arbeiten mit literarischen Texten im fremdsprachlichen Deutschunterricht lassen sich teilweise völlig unterschiedliche Konzepte und didaktische Zielsetzungen erkennen, die entweder auf einen literaturgerechten oder auf einen lernergerechten Umgang mit Literatur ausgerichtet sind. Der folgende Beitrag zeigt anhand der Didaktisierung eines Gedichtes der Neuen Subjektivität, dass die Arbeit mit literarischen Texten auch im fremdsprachlichen Deutschunterricht sowohl literaturgerecht als auch lernergerecht erfolgen kann und dass sich die Lernziele Sprachkompetenz und Literaturkompetenz durchaus verbinden lassen.

Literarische Texte als literarische Texte

In diesem Beitrag werden drei Unterrichtseinheiten vorgestellt, in deren Mittelpunkt jeweils literarische Texte stehen, die gewohnte Kategorien der Orientierung aufgreifen und infrage stellen: Sind feste Kategorien einerseits für die Orientierung wichtig, so werden sie andererseits immer als vorläufig entlarvt. Ziel der Textarbeit ist es, zum Aufbau einer → symbolischen Kompe tenz beizutragen, die für die Bewältigung der komplexen Lebenszusammenhänge unserer globalisierten Wirklichkeit von großer Bedeutung ist.

Symbolische Kompetenz durch literarische Texte

Am Beispiel eines literarischen Textes von Erich Kästner, der die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 thematisiert, zeigt der folgende Beitrag, wie der kommunikative Ansatz im Umgang mit Literatur um eine symbolische Komponente ergänzt werden kann. Das Ziel ist, die Lerner zu befähigen, die Komplexität der heutigen Welt besser zu erfassen und zu verarbeiten. Zu diesem Zweck wird ein Unterrichtskonzept entwickelt und praktisch vorgeführt, das auf die literarische Arbeit an und mit der Sprache setzt. Dieses Unterrichtskonzept lässt sich nicht nur mit Erwachsenen, sondern auch mit besonders motivierten und interessierten Oberstufenschülerinnen und -schülern durchführen.

Literarisches und kinematographisches Erzählen

Literatur und Film hängen enger und anders miteinander zusammen, als wir für gewöhnlich annehmen. Die Lesekompetenz und selbst die Erwartungshaltung gegenüber literarischen Texten werden vom Film mitbestimmt. Filmisches Erzählen beeinflusst aber nicht nur die Rezeptionshaltung, sondern auch das Schreiben. Wer gelernt hat, das Spezifische des filmischen Erzählens wahrzunehmen, dem fällt es leichter, das Besondere des literarischen Erzählens zu erkennen. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie beide Erzählarten in spannender Weise aufeinander bezogen werden können.

Literatur im Netz

Im folgenden Beitrag, der an der Schnittstelle von Literatur- und Internetdidaktik angesiedelt ist, wird beispielhaft vorgeführt, dass und wie die Literatur, die das Internet zur Verfügung stellt, in einem literaturnahen Sprachunterricht eingesetzt werden kann; und es wird diskutiert, welche didaktischen Formen hierbei sinnvoll sind.

Perspektivenwechsel als Tür zu anderen Welten

Dieser Beitrag möchte zeigen, welche Möglichkeiten projektorientierte Arbeit mit literarischen Texten auf verschiedenen Niveaustufen und für unterschiedliche Zielgruppen bietet. Im Fokus steht in diesem Zusammenhang die Befähigung der Lernenden, in der Auseinandersetzung mit dem literarischen Text gleichzeitig involvierter Mitspieler und ästhetisch-kritischer Beobachter zu sein. Bei diesem Vorgehen liegt der Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Arbeit, die sprachliches, kulturelles und emotionales Lernen verbindet und dadurch auf vielfältige Weise Anschlusspunkte an die Interessen und die Lebenswelt der Lernenden ermöglicht.

Göttliche Märchen

Märchen vereinen in sich einerseits eine Vielzahl von universalen und andererseits regional sehr unterschiedlichen Elemente. Zugleich sind sie aus der Kindheit zumeist fest im kulturellen Wissen der Lerner verankert. Diesen Tatbestand macht sich das Projekt „Göttliche Märchen“ zunutze, dessen Ziel es war, ein interkulturelles Märchenbuch von Lernenden für Lernende zu erstellen. Durchgeführt wurde es auf Anregung des Goethe-Instituts an verschiedenen Schulen in Pune, Indien, die zu dem vom Auswärtigen Amt unterstützten Netzwerk „Schulen: Partner der Zukunft“ (der sogenannten PASCH-Initiative) gehören. Das Projekt richtete sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren, ist aber auch für jüngere Lerner auf dem Sprachniveau A1 geeignet.

Rubriken

Bücher zum Thema

Kommentiert von Michael Dobstadt und Renate Riedner

Sprachecke „Kafkas Subjekt“

Was und vor allem wie Schriftsteller schreiben, ist manchen wohletablierten Fragestellungen der Sprachwissenschaft schwer zugänglich. Das gilt auch, wenn man sich auf Prosa beschränkt. Wie gehen Schriftsteller mit sprachlichen Normen im Sinne eines ‚normalen‘ Sprachgebrauchs um? Welche Besonderheiten in Stil, Grammatik und Wortschatz lassen sich überhaupt erfassen und wie lassen sie sich deuten?

Aktuelles Fachlexikon

+++ Auktoriales Erzählverhalten +++ Dramapädagogik +++ Erzählverfahren +++ Generatives Schreiben +++ Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht +++ Interkulturelle Literatur- und Landeskundedidaktik +++ Konzepte der Interkulturalität +++ Kulturelle Deutungsmuster +++ Kulturspezifische Lektüren +++ Lesergespräch +++ Lesetagebuch / Leseprotokoll +++ Literaturtheorien +++ Literarizität +++ Montagen +++ Personales Erzählverhalten +++ Poststrukturalismus +++ Rezeptionsästhetik +++ Standbilder +++ Symbolische Kompetenz +++

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DOI: https://doi.org/10.37307/j.2194-1823.2011.44
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2194-1823
Ausgabe / Jahr: 44 / 2011
Veröffentlicht: 2011-04-01
 

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