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Inhalt der aktuellen Ausgabe 02/2024

Editorial

Bioabfallkompostierung

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Kompostierung und Vergärung / Kompostqualität

Entwicklung der Qualität und Menge gütegesicherter Komposte

Die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Komposten nimmt immer stärker an Bedeutung zu. Grundlage für die Produktion hochwertiger Komposte sind getrennt gesammelte Bioabfälle. Dabei ist die sortenreine Erfassung der zu verarbeitenden Bioabfälle unerlässlich und eine stetig gute Sortenreinheit der eingesammelten Bioabfälle nur durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, Kontrollen und darauffolgende Maßnahmen zu erzielen. Die erzeugten Kompostmengen, die der RAL-Gütesicherung der BGK unterliegen, haben sich seit dem Jahr 2000 nahezu auf 4 Mio. Tonnen verdoppelt. Neben der hauptsächlichen Anwendung von Komposten in der konventionellen Landwirtschaft wird Kompost inzwischen verstärkt in Erdenwerken, im Hobbygartenbau, im Landschaftsbau und in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt. In all diesen Einsatzbereichen ist die Gewährleistung einer hohen und gleichbleibenden Kompostqualität von entscheidender Rolle.

Kompostierung und Vergärung / Bioabfallpotenzial

Abfallwirtschaftliche Zielvorgaben und Nutzungspotenziale

Auf politischer Ebene wurden in den vergangenen Jahren Zielvorgaben aufgestellt, die einerseits darauf abzielen, organische Abfälle im Hausmüll zu reduzieren und andererseits Lebensmittelabfälle im Allgemeinen zu vermeiden. Um diese Ziele zu erreichen, muss die getrennte Erfassung von Biogut, aber auch von Grüngut ausgeweitet werden, wenn gleichzeitig die steigende Nachfrage an hochwertigen Komposten bedient werden soll. In einer Potenzialbetrachtung wurden in verschiedenen Szenarien abfallwirtschaftliche Parameter so variiert, dass den politischen Zielvorgaben entsprochen wird. Im ambitioniertesten Szenario steigen die Mengen an getrennt erfasstem Biogut und Grüngut von derzeit 10,5 auf 20,4 Mio. Mg/a, sodass daraus insgesamt rund 10 Mio. Mg Kompost erzeugt werden könnten

Kompostierung und Vergärung / Kaskadennutzung

Energieeffiziente Kaskadennutzung biogener Abfälle unter Berücksichtigung neuer Anforderungen an Abluftqualität und Kompostqualität

Bioabfall-Kaskadenanlagen kombinieren eine energetische Nutzung durch anaerobe Behandlung und anschließende aerobe Verarbeitung der festen Gärreste zu Kompost. Ziel des Verbundvorhabens EKaBio war es, die Prozessführung von Kaskadennutzung zur Biogutbehandlung dahingehend zu verändern, dass unter Einhaltung von geänderten Normen zur Abluftbehandlung eine maximale Energieeffizienz erreicht wird. Dabei ist weiterhin die Einhaltung von Qualitätsanforderungen in Bezug auf das Kompostproduktes zu beachten. Die Zugabe von Gärresten in die Kompostierung hatte eine Erhöhung der TOC-Emissionen zur Folge, dennoch konnten die Grenzwerte eingehalten werden, da stets eine Vermischung von Abluftströmen stattfand.

Kompostierung und Vergärung / Biomassereststoffe

Studie über die Gewinnung von biogenem Siliziumdioxid aus Reisspelzen im Mekong-Delta

Generell sind siliziumreiche landwirtschaftliche Reststoffe wie Reisspelzen interessante Rohstoffe sowohl für die stoffliche als auch für die energetische Nutzung. Hochwertiges biogenes Silica für industrielle Anwendungen sollte eine hohe Reinheit, ein großes mesoporöses Volumen und eine hohe spezifische Oberfläche sowie einen amorphen Charakter aufweisen. Biogenes Silica kann in Wasserglas umgewandelt werden, das in der chemischen Industrie als Grundstoff dient. Um hochreines biogenes Silica mit genau definierten Eigenschaften auf einem kostengünstigen, ressourceneffizienten und umweltfreundlichen Weg zu gewinnen, muss jeder Prozessschritt optimiert und standardisiert werden, zusätzlich sollten vorhandene Synergieeffekte genutzt werden.

Kompostierung und Vergärung / Biogener Wasserstoff

Grüne Wasserstoffproduktion durch Biogasanlagen

Das Dekarbonisierungspotenzial von Wasserstoff bietet durch Sektorenkopplung vielversprechende Möglichkeiten im Kontext der Energiewende. Neue Nutzungspfade führen jedoch gleichzeitig zu einer steigenden Nachfrage an CO2- freiem Wasserstoff. Dass diese gesteigerte Nachfrage nicht allein durch Elektrolyse-Wasserstoff gedeckt werden kann, macht alternative Bereitstellungsverfahren notwendig. Bei der Dunkelfermentation wird Wasserstoff aus Biomasse gewonnen. Anhand erster Versuchsergebnisse konnte gezeigt werden, dass durch Integration der Dunkelfermentation in bestehende Biogasanlagen die Gesamteffizienz des Systems erhöht werden kann. Durch Vorschaltung der biogenen Wasserstoffproduktion kann das Substrat besser genutzt werden, wodurch die Biogasproduktion nicht negativ beeinflusst wird. Die Kopplung der Dunkelfermentation mit bestehenden Biogasanlagen bietet daher das Potential der Steigerung der Systemeffizienz und bedient gleichzeitig die Herausforderungen des grünen Wasserstoffmarktes.

Rubriken

Aktuelles aus der Rechtspraxis

+++ Rahmenvorgabe nach VerpackG: Hinweise zum Beschluss des BayVGH vom 14.09.2023 +++ Berücksichtigung des Klimaschutzes im Gebührenrecht +++

Stellungnahmen aus den Umweltverbänden

+++ BUND: Wie die Müllverbrennung in den geplanten „Bioenergieanlagen“ den Klima- und Ressourcenschutz unterläuft +++ DUH: Keine Ausreden mehr: Umweltministerin Lemke muss flächendeckende Biotonnenpflicht einführen +++

DGAW e. V.

+++ Aus der Facharbeit der DGAW e. V.: Reduzierung der organischen Anteile im Restabfall: DGAW fordert konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Zielvorgaben der Umweltministerkonferenz +++

Kurzberichte

+++ 237 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf fielen 2021 in Deutschland an +++ Mehrheit der Deutschen kauft, tauscht oder schenkt gebrauchte Produkte +++ Zero Waste – voll im Trend: BSR startet Bildungsprojekt für Schulen zum Thema Textilien/Fast Fashion +++ Carsten Spohn Award: Bewerbungsfrist 31. März 2024 +++ Statusbericht der Deutschen Kreislaufwirtschaft veröffentlicht +++

Nachrichten aus der Industrie

+++ Plastikabgabe – BDE fordert Abgabe mit echter ökologischer Lenkungswirkung +++ Die von der Bundesregierung für 2024 angekündigte Plastiksteuer wird vorerst nicht erhoben. +++ Recycling: Studie evaluiert innovative Verfahren für die Identifikation von Kunststoffverpackungen +++

Produktvorstellungen

+++ IQPAK TM – Neues Verpackungssystem mit Bestwerten bei CO2-Emissionen +++

Personalien

+++ Annette Reber zur bvse-Justiziarin ernannt +++ Verbund kompostierbare Produkte e.V. mit neuer Geschäftsführung +++

Veranstaltungskalender

Impressum / Vorschau

Nachruf

Interzero-Gruppe trauert um Markus Müller-Drexel

Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1863-9763
Ausgabe / Jahr: 2 / 2024
Veröffentlicht: 2024-02-07
 

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