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Inhalt der Ausgabe 11/1999

Deponie / Nachsorge

Deponie Seehausen. Nachsorgemaßnahmen und Anlagenweiterbetrieb

Seit Mitte 1998 wird die Deponieanlage im Auftrag des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Westsachsen, zu welchem der ehemalige Anlagenbesitzer, die Stadt Leipzig, gehört, durch die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH WEV GmbH, betrieben. Die Deponie ist eine der drei von diesen genutzten Anlagen. Noch im Auftrag der Stadt Leipzig wurden die Arbeiten für den Anlagenweiterbetrieb (Neudeponieteil) und den Anlagenabschluß des Deponiealtkörpers begonnen und werden von der WEV GmbH weitergeführt. Wie schon in und beschrieben, existiert für die Anlage ein vom Regierungspräsidium Leipzig bestätigtes Anlagengesamtkonzept, in dessen Umsetzung nachfolgend beschriebene Nachsorgemaßnahmen, verbunden mit dem Anlagenweiterbetrieb, fallen.

Sickerwasserdrainage / Inkrustationen

Inkrustationsrisiko bei modernen Siedlungsabfalldeponien

In der Vergangenheit war es üblich, Siedlungsabfälle unvorbehandelt und hochverdichtet in Deponien einzubauen. Dabei wurden rasch mehrere Schichten aufeinander abgelagert. Dadurch entstand ein intensiver anaerober Abbau, den man theoretisch in zwei Schritte unterteilen kann. Im ersten Schritt werden großmolekulare Substanzen von anaeroben Bakterien, den sog. „Säurebildnern“, zu niederen organischen Fettsäuren (Buttersäure, Valedansäure etc.) umgebaut. Diese Säuren lösen aus dem Abfall Metall und Erdalkalimetalle, die mit dem Sickerwasser verfrachtet werden. Die Säuren bilden die Nahrungsgrundlage für die in der zweiten Phase aktiven methanbildenden Bakterien, die als Stoffwechselprodukt Methan (CH4) und Kohlendioxid (C02) erzeugen.

Deponie / Gasverwertung

Machbarkeitsstudie Deponiegasverwertung Deponie Ano Liosia, Athen

Im Mai 1998 wurde auf der Deponie Ano Liosia bei Athen, Griechenland, eine Untersuchung über das Gaspotential des Altbereiches der Deponie durchgeführt und im Hinblick auf eine Gasverwertung beurteilt. Ziel war es, die Machbarkeit und Rentabilität einer solchen Gasverwertung zu beurteilen. Das hier vorgestellte Beispiel zeigt, daß die Investition in eine Gasverwertungsanlage und ein Gasfassungssystem unter den gegebenen Randbedingungen lohnend ist. Insbesondere in Ländern, in denen die Richtlinien zur Ablagerung von Abfällen weniger reglementiert sind als in Deutschland, finden sich große Deponien mit noch jungen, nicht vorbehandelten Abfällen, die ein hohes Deponiegaspotential aufweisen, das vielfach ungenutzt bleibt.

Biokompost / Bedarf

Genug Platz für Bioabfallkompost in Rheinland-Pfalz

Zur Erfassung der Situation im Bereich der landwirtschaftlichen Verwertung von Bioabfallkompost in Rheinland-Pfalz ist im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz eine Betrachtung der Phosphatströme in der Landwirtschaft vorgenommen worden. Dabei wurde neben Bioabfallkompost auch Wirtschaftsdünger und Klärschlamm in die Untersuchung einbezogen. Darüber hinaus wurde die angewandte Menge an mineralischen Handelsdüngern als Variable angesehen, die sich nicht entscheidend auf die Verwertung von Bioabfallkompost auswirkt.

Bauabfälle / Mengen

Der Gebäudebestand läßt ein hohes Potential an Bauabfallmengen erahnen

In den Abfallwirtschaftsprogrammen, die die Bundesländer zu erstellen haben, sollen Prognosen über die in den nächsten zehn Jahren zu erwartenden Abfallmengen enthalten sein. Um eine solche Prognose erstellen zu können, müßten die tatsächlich angefallenen Abfallmengen und die Einflüsse bekannt sein, die eine Veränderung der bisherigen Mengen bewirken.

Entsorgungsanlagen / Optimierung

Benchmarking in der Abfallwirtschaft

Die deutsche Entsorgungswirtschaft hat in den zurückliegenden Jahren sowohl technisch als auch ökologisch ein weltweit vielbeachtetes Niveau erreicht. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen im Markt werden zukünftig verstärkt wirtschaftliche Aspekte den Betriebsprozess beeinflussen. Um auf betrieblicher Ebene kontinuierlich eine Kostenführerschaft zu erreichen, ist eine konsequente Identifizierung betriebsinterner sowie marktbezogener Schwachstellen unerlässlich.

Rubrizierung / Artikelkennwort

EU-Verbrennungsrichtlinie – denkbare Auswirkungen

Im Jahr 1975 wurde im Rahmen der Baseler Konvention die Abfallrahmenrichtlinie 75/442/EEC mit dem Ziel erlassen, die Abfallwirtschaft europaweit zu regeln. Dabei wurden auch Abfallbeseitigungsverfahren (u. a. D 10 = Verbrennung an Land) und Abfallverwertungsverfahren (u. A. R 1 = Hauptverwendung als Brennstoff oder andere Mittel der Energienutzung) in den Anhängen IIa und IIb definiert.
 

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