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Inhalt der Ausgabe 46/2012

Inhalt/Editorial

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Impressum / Editorial

Fachbeiträge

Lernstrategien

In diesem Heft geht es um Lernstrategien. Das heißt: Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie Deutschlernende beim Lernen der Fremdsprache vorgehen. Und nicht primär mit der Frage, wie die Lehrerin oder der Lehrer die Sprache unterrichtet. Wir möchten Sie in diesem Heft mit Forschungsergebnissen, aktuellen Ideen, Methoden und Werkzeugen zur Vermittlung von Lernstrategien bekannt machen. Der Einführungsbeitrag geht drei Hauptfragen nach: Was verstehen wir unter Lernstrategien? Welche Lernstrategien kennen wir – aus der Forschung und aus Erfahrungsberichten? Und – kann die Lehrerin bzw. der Lehrer Lernstrategien vermitteln – und wenn ja: Wie?

Lernstrategien Schritt für Schritt aufbauen

Die Vermittlung von Lernstrategien und die Förderung des selbstständigen Lernens sind heute in vielen Fremdsprachencurricula als Lernziele fest verankert. Was genau das bedeutet, wird häufig nur sehr allgemein formuliert, etwa in dem Sinne, dass der Fremdsprachenunterricht den Auftrag habe, Lernstrategien, die zum selbstständigen Lernen befähigen, zu vermitteln. Was damit genau gemeint ist, wird in der Regel nicht definiert. Der folgende Beitrag zeigt exemplarisch für die Niveaus A1 und A2, wie man vorgehen kann, um eine spezifische Auswahl an strategischen Lernhandlungen zu finden, die an die Niveaubeschreibungen angelehnt sind.

Das Lerntagebuch

In der Literatur wird das Lerntagebuch als bewährtes Reflexions- und Evaluationsinstrument schulischen Lernerfolgs vorgestellt. Es räumt Lernenden die Möglichkeit ein, sich über Lernstrate gien und Arbeitsweisen, Ereignisse, Schwierigkeiten, Vorlieben und Gefühle beim Unterricht, beim Lernen und beim Sprachgebrauch zu äußern. Dokumentiert an beispielhaften Auszügen aus Lerntagebüchern zeigt dieser Aufsatz, wie das Lerntagebuch als Reflexionsinstrument für Lernende und als Feedbackquelle für die Lehrkraft funktionieren kann.

Gewusst wie! – Die zentrale Rolle der Bewusstmachung

Die meisten Deutschlernenden weltweit erwerben Deutsch als zweite Fremdsprache (L3). Wenn sie mit dem Deutschunterricht beginnen, müssten sie demnach über mehr Sprachlernerfahrungen verfügen als beim Lernen der ersten Fremdsprache (L2). Es hat sich gezeigt, dass L3-Lernende nur dann kompetentere Fremdsprachenlernende sind, wenn sie sich der Strategien, die sie einsetzen, bewusst sind. Der folgende Beitrag zeigt konkrete Beispiele, wie ein solcher Bewusstmachungsprozess ablaufen kann.

Aussprache lernen mit dem Computer

Eine gute und verständliche Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der mündlichen Kommunikation. Auch wenn die Bedeutung der Aussprache in den letzten Jahren zumeist anerkannt wird, fehlt es bisher weitgehend an Untersuchungen zu Lernstrategien in Bezug auf die Aussprache. Dieser Beitrag befasst sich damit, wie man Deutschlernende dabei unterstützt, mithilfe von Computerprogrammen Aussprache-Lernstrategien zu entwickeln. Im Unterricht macht die Lehrerin bzw. der Lehrer Hilfsangebote, um die Lernenden zu einer selbstgesteuerten Anwendung von Strategien zu ermutigen.

Lernstrategien im Umgang mit digitalen Wörterbüchern

Der vorliegende Beitrag möchte der Frage nachgehen, wie Lernende die Arbeit mit digitalen Wörterbüchern lernen können und welche Lernstrategien sich dafür einsetzen lassen. In der letzten Zeit haben sich diese digitalen Medien rasant entwickelt und weit verbreitet, sodass es immer wichtiger wird, diese Hilfsmittel auch sinnvoll und effektiv für den Fremdsprachenunterricht zu nutzen.

Sprachlern-Coaching

Sprachlernberatung/Sprachlern-Coaching ist ein unterstützendes Angebot für Sprachenlernende, über ihr Lernen nachzudenken und damit neue Möglichkeiten für sich zu entwickeln, um auf der Grundlage eigener Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen und mit Blick auf ein konkretes Lernziel erfolgreich zu handeln. Die verschiedenen Konzepte der Sprachlernberatung/ des Sprachlern-Coachings sind vor allem in der Erwachsenenbildung entstanden. Eins-zu-eins sind diese Konzepte auf den schulischen Kontext sicher nicht zu übertragen. Aber es gibt viele Anknüpfungspunkte für die Einbindung von Elementen aus der Beratung/dem Coaching in den schulischen Fremdsprachenunterricht, zu deren Diskussion dieser Beitrag einladen soll.

Lernstrategien vermitteln

In diesem Beitrag stelle ich einige Beispiele aus Lehrwerken vor, in denen versucht wird, eine (oder mehrere) Lernstrategie(n) zu vermitteln. Die Beispiele werden anhand von Leitfragen analysiert, um zu ermitteln, inwiefern sie die Komponenten enthalten, die für eine erfolgreiche Vermittlung von Lernstrategien erforderlich sind. Die Leitfragen können Lehrkräfte dabei unterstützen, selbst zu überprüfen, ob – und wenn ja – wie Lernstrategien in ihren eigenen Lehr- und Lern materialien vermittelt werden. Am Ende des Beitrags wird außerdem überprüft, wie hilfreich die Lehrerhandbücher für Lehrkräfte sind, die nachschlagen möchten, wie sie die hier vorgestellten Materialien im Unterricht einsetzen können.

Rubriken

Neues aus dem Goethe-Institut

+++ Ausstellung „Märchenwelten“ +++ Frühes Fremdsprachenlernen +++ PASCH-Schülerzeitungsjugendkurs +++ Internationale Deutschlehrertagung (IDT) 2013 in Bozen +++ Deutsch lernen mit 30.000 Fans auf Facebook +++ Ein App für Lernende ab A2: Lernabenteuer Deutsch – Das Geheimnis der Himmelsscheibe +++ Alumniportal Deutschland +++ Unterrichten mit dem Interaktiven Whiteboard +++

Bücher, Artikel und Links zum Thema

Kommentiert von Peter Bimmel

Sprachecke „Welcher Konjunktiv?“

Zu den intensiv und andauernd diskutierten Normproblemen, die hoch bewertet auch für das Lernen von Deutsch als Fremdsprache eine Rolle spielen, gehört die Verwendung des Konjunktivs bei indirekter Rede. Die traditionelle Regel fordert den Konjunktiv I (z.B. den Konj Präs) und meint damit, dass bei indirekter Rede weder der Indikativ noch der Konjunktiv II (z.B. der Konj Prät) verwendet werden sollte. Das Verhältnis zum Indikativ wurde in der Sprachecke von Heft 42 besprochen, in der es um Sätze wie Paul behauptet, Helga geht/gehe gern spazieren ging. Weitaus umstrittener und schwerer zu klären ist, wann der Konj I und wann der Konj II zu verwenden sei (Paul behauptet, Helga gehe/ginge spazieren).

Aktuelles Fachlexikon

+++ Lernstrategie +++ Modellieren von Lernstrategien +++ (Selbst-)Beobachtung beim Lernen +++ SILL +++

Unsere Autorinnen und Autoren

DOI: https://doi.org/10.37307/j.2194-1823.2012.46
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2194-1823
Ausgabe / Jahr: 46 / 2012
Veröffentlicht: 2012-04-27
 

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