Inhalt der Ausgabe 04/2026
Standpunkt
Inhalt
Nachrichten
+++ DHV-Tag 2026: Wissenschaftsfreiheit und Berufungsverfahren im Fokus +++ PROFESS-Studie: Professorenschaft am Limit +++ Mit Nexus zu europäischen Exzellenznetzwerken +++ Weiterförderung für bestehende Exzellenzstandorte +++ 44 Hochschulen erfolgreich +++ Strengere Abwahlregeln +++ Wissenschaftsfreiheit auf dem Rückzug +++ Bayern: Verbot von Zivilklauseln zulässig +++ Bremen: Teilerfolg für Andreas Kreiter +++ Weniger Studienberechtigte +++
Medizin
Technologischer Fortschritt, demografischer Wandel und strukturelle Defizite stellen die Hochschulmedizin vor große Herausforderungen. Überkommene Konzepte müssen überdacht und neu erarbeitet werden. Ein Gespräch über Spannungsfelder und über Möglichkeiten, eine zukunftsfähige medizinische Forschung und Versorgung zu gestalten.
Krankheitskonzepte unterliegen Veränderungen. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart betrachtet liefern sie Aufschluss über die Gesellschaften, die sie hervorgebracht haben. Welche Erwartungen existierten hinsichtlich des Verhaltens von Kranken und Gesunden? Wie entwickelte sich daraufhin die Medizin? Und was sind künftige Herausforderungen?
Ärztinnen und Ärzte müssen in ihrer Praxis teils schwierige Entscheidungen treffen. Die Medizinethik soll dabei Orientierung geben. Vor welchem Hintergrund entstanden bioethische Zentren und Ethikkommissionen in Deutschland? Inwiefern braucht die Medizin Ethik? Eine kritische Auseinandersetzung.
Im Gesundheitssystem werden auf Künstliche Intelligenz (KI) große Hoffnungen gesetzt: Mit ihrem Einsatz sollen die Versorgungsqualität, Effizienz und Transparenz verbessert werden. Wie wird sich die Medizin dadurch verändern? Welche Folgen hat dies für die Interaktion von Patientinnen und Patienten mit dem Gesundheitssystem? Welche Hürden, auch technischer Art, gilt es dabei zu nehmen?
In der Hochschulmedizin gehören Forschung und Lehre neben der Krankenversorgung zu den Kernaufgaben. Wie lassen sich diese angesichts aktueller Herausforderungen bewältigen? Und inwiefern würde die Hochschulmedizin von mehr Frauen profitieren? Fragen an die einzige Frau in Deutschland, die derzeit einen Lehrstuhl für Kardiologie innehat.
Neben dem klassischen Regelstudiengang Medizin existieren in Deutschland seit 1999 Modellstudiengänge. Sie zeichnen eine stärkere Praxisorientierung und interdisziplinäre Verzahnung aus. Einblicke in den Modellstudiengang HannibaL der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).
Die aktuelle Verhandlungsrealität in der Hochschulmedizin ist komplex und herausfordernd zugleich. Vertragsverhandlungen bieten Chancen für Innovation, bergen zugleich aber die Risiken einer einseitigen Belastung von betroffenen Ärztinnen und Ärzten, denen konsequent begegnet werden muss.
Nahostkonflikt
Der Konflikt um Gaza und das Westjordanland wird durch den aktuellen Krieg der USA und Israels gegen Iran an den Rand der öffentlichen Aufmerksamkeit gedrängt. Er beschäftigt deutsche Universitäten allerdings weiter. Welche Herausforderungen stellen sich Politik und Hochschulen hier? Wie gehen sie mit den Konfliktparteien um?
Geisteswissenschaften
Wenn Universitäten verstärkt auf berufliche Ausbildung setzen, stellt sich die Frage, wie der Anspruch einer universitären Ausbildung aufrechterhalten werden kann. Welche Rolle spielen dabei die Geistes, Sozial- und Kulturwissenschaften? Wie können sie sich in dieser Situation behaupten?
Academics Nachwuchspreis
Weltweit haben Kinder und Jugendliche nicht alle gleichermaßen Zugang zu medizinischer Versorgung, gesundem Essen und sicheren Orten für Bewegung, Spiel und Spaß. Soziale Faktoren bestimmen ihre Gesundheitschancen. Ein Gespräch mit der Gewinnerin des academics Nachwuchspreises 2025 über ihre Forschung zur evidenzbasierten Kinderund Jugendgesundheit.
Hochschulkommunikation
Eine aktuelle Befragung von Pressestellen und Kommunikationsabteilungen deutscher Hochschulen hat ergeben, dass generative Künstliche Intelligenz (KI) regelmäßig eingesetzt wird. Die Autoren erkennen eine deutliche Asymmetrie zwischen operativer Nutzung und strategischer Integration.
Technikgeschichte
Obwohl die Menschen um die Fehlerhaftigkeit der Künstlichen Intelligenz (KI) wissen, ist ihr Vertrauen in KI-Anwendungen groß. Ein historischer Blick auf den Umgang mit Fehlern technologischer Systeme und ein Plädoyer für die Entwicklung einer gesellschaftlichen Error Literacy, die die neuartigen Dimensionen des Nichtverstehens von KI-Modellen und ihrer Fehler zur Basis des Handelns macht.
Jahrestag
Der Reaktorunfall von Tschernobyl/Chornobyl jährt sich am 26. April 2026 zum vierzigsten Mal. Der Durchmarsch russischen Militärs durch die kontaminierte Sperrzone und der Beschuss kerntechnischer Anlagen in der ganzen Ukraine sorgen für traurige Aktualität des Themas. Ein Überblick über den aktuellen Stand, die Nutzung der kontaminierten Gebiete sowie Pläne zu Landwirtschaft und Wiederbesiedlung.
Karrierepraxis
Frauennetzwerke werden an Hochschulen als strategisches Instrument zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass ihre Wirkung grundsätzlich von der Gestaltung der Treffen und der Karrierestufe der Teilnehmerinnen abhängt.
Der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen nimmt stetig zu.– auch in der Wissenschaft. Besonders häufig geht es um die Möglichkeit, aufgrund familiärer Verpflichtungen vorübergehend in Teilzeit zu arbeiten, ohne langfristige berufliche Nachteile oder Einschränkungen bei der Karriereentwicklung befürchten zu müssen.
Rubriken
+++ Kriterien +++ Wahrheitssuche +++ Hunger +++ Macht +++ Sehnsucht +++ Angst +++ Optimismus +++
+++ Zur richtigen Zeit das Richtige essen +++ Stadtbäume als CO2-Senker +++ Grenzen des Multitasking +++ Lebenserwartung +++
Bilanz: Wenn es um das nationalsozialistische Deutschland geht, gehört Götz Aly zu den wirklich bedeutenden Denkern. Hier zieht der Historiker und Journalist eine Art Bilanz seiner langjährigen Forschung zu dem Thema.
| Lizenz: |
ESV-Lizenz |
| ISSN: |
0945-5604 |
| Ausgabe / Jahr: |
4 / 2026 |
| Veröffentlicht: |
2026-04-15 |
Jetzt bestellen – für den gesamten Campus.