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Inhalt der aktuellen Ausgabe 06/2021

Editorial

Die klimaneutrale Gesellschaft

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Internationale Abfallwirtschaft / Belarus

Das Projektvorhaben Greening Belarus

Das Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft (IAK) der TU Dresden beteiligt sich aktuell an der Exportinitiative für Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Mit dem Fokus auf Biogas und Kompostierung, sowie Belarus als Partnerland, möchte das IAK einen Beitrag zur internationalen Verbreitung innovativer Technologien leisten. Deutsche Schlüsselakteure in diesem Bereich sollen besser vernetzt und mit potentiellen Partnern aus Belarus in einen Dialog geführt werden. Die Greening Belarus Gemeinschaft möchte hierzu innovative, exportfähige Technologien sowie mögliche Synergien interessierter Akteure von deutscher Seite sichten, um diese in Deutschland und Belarus vorzustellen.

Internationale Abfallwirtschaft / Circuit

CIRCuIT – Umsetzungsstrategien für zirkulare und regenerative Städte in Europa

Städte und urbane Zentren treiben den Übergang zu einer regenerativen, ressourcen- und materialeffizienten zirkulären Gesellschaft. Gleichzeitig repräsentieren sie große Rohstofflager und können bereits heute einen relevanten Anteil ihres Bedarfs an mineralischen Ressourcen aus diesen Lagern decken. Entsprechend werden in der EU heute mehr als 80% der Baurestmassen und Bauabfälle regional verwertet. In der Regel jedoch nur in einer niederwertigen Form, zum Beispiel als Füllmaterial im Damm- oder Straßenbau. Ein signifikant höherer Umweltnutzen kann durch die Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien oder ein hochwertiges Recycling der Materialien erschlossen werden. Dieses Ziel verfolgt das Horizon2020 Projekt CIRCuIT, mit welchem die Städte Kopenhagen, Hamburg, London und die Region Helsinki ihre Transformation zu zirkularen Städten durch die Weiternutzung von Gebäuden und Infrastruktur, den Wiedereinsatz von Bauteilen und das hochwertige Recycling um mindestens 20% steigern wollen. Das Citycluster Hamburg erarbeitet im Rahmen des Projekts auch eine Roadmap für den Einsatz von Recyclingbeton.

Internationale Abfallwirtschaft / Bogotá

Bogotá: Herausforderungen und Perspektiven der Bioabfallverwertung einer lateinamerikanischen Metropole

Bogotá betreibt seit 1988 eine einzige Abfalldeponie für ihre 7,4 Mio Einwohner. Von den monatlich etwa 200.000 Mg Abfall, die unsortiert abgelagert werden, sind ca. 42% organischen Ursprungs. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Projekt mit der Stadt Bogota und der DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützigen GmbH initiiert, welches das aktuelle Abfallaufkommen, insbesondere des organischen Anteils charakterisieren und dessen räumliche Verteilung innerhalb der Stadt analysieren soll. Ferner werden Konzepte zur Reduzierung des Ablagerungsaufkommens auf der Deponie entwickelt. Erste Ansätze gehen hier von einer Nutzung von zunächst 1.000 Mg (33%) des täglichen organischen Abfallaufkommens aus.

Internationale Abfallwirtschaft / Mena-Region

Beitrag der Sektorenkopplung für Waste-to-Energy am Beispiel der MENA-Region

Trotz permanenter Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in den letzten Jahren in Deutschland und Europa werden heute noch ca. 90 bis 95 % der Abfälle der MENA-Region (ca. 300 Mio. Einwohner) ohne jegliche Vorbehandlung deponiert. Dies betrifft insbesondere die Haupt- und Großstädte > 1 Mio. Einwohner, welche in den Ländern der MENA-Region zusammen ca. 100 Mio. Einwohner haben. Daher werden dort dringend praktikable und bewährte Lösungen für die Behandlung von gemischt gesammelten Abfällen benötigt. Die nationalen und internationalen Erfahrungen haben gezeigt, dass Abfallverbrennungsanlagen (AVA) auch für große Städte mit getrennter Abfallsammlung ein zentraler Baustein der umweltverträglichen Abfallbehandlung sind.

Internationale Abfallwirtschaft / Prevent Abfall Allianz

PREVENT Abfall Allianz

Die Erde versinkt im Müll. Jährlich entstehen global etwa 2 Milliarden Tonnen Siedlungsabfälle. Bis 2050 könnten es 70 Prozent mehr sein. Obwohl viele Akteure bereits gute Lösungen erarbeitet haben, bleiben diese oft isolierte Aktionen mit denen das Abfallproblem nur punktuell gelöst werden kann. Allerdings können die globalen Nachhaltigkeitsziele zu Abfall- und Kreislaufwirtschaft nur durch gemeinsames Handeln erreicht werden, es braucht eine enge Kooperation zwischen Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2019 die PREVENT Abfall Allianz gegründet: eine Plattform für Austausch und internationale Kooperation zum Thema Abfall- und Kreislaufwirtschaft.

Rubriken

Aktuelles aus der Rechtspraxis

Der vorläufige Referentenentwurf der Bundesregierung zur Änderung der Bioabfallverordnung vom 29.12.2020 (BioAbfV-E) sieht für jede Anlieferung von Bioabfällen eine Sichtkontrolle auf eine mögliche Fremdstoffbelastung vor. Bei positivem Befund folgt dieser eine Fremdstoffentfrachtung durch die Betreiber von Behandlungsanlagen. Der hiermit verbundene finanzielle Aufwand für die Anlagenbetreiber würde sich künftig auf die Verwertungskosten auswirken und stellt die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger vor die Frage, wie mit etwaigen Preisanpassungsbegehren von Vertragspartnern umzugehen wäre. Die Einführung einer Sichtkontrolle und Fremdstoffentfrachtung in der vorgeschlagenen Form würde einen erheblichen Personalmehraufwand für die Behandlungsanlage bedeuten, ebenso einen erweiterten Arbeitsschutz.

Stellungnahmen aus den Umweltverbänden

+++ NABU: Kreislauftalk: Produktpolitik muss Abfallpolitik ergänzen +++ BUND: Reicht „Lebensmittel retten“ aus, das Social Development Goal SDG 12 zu erreichen? +++ DUH: Abfallverbrennung braucht einen CO2-Preis +++

Kurzberichte

+++ VKU-Chef Ingbert Liebing zum Klimaschutzgesetz +++ Klimaschutzgesetz beschlossen – BDE: Klimaneutralität als Ziel allein nicht ausreichend +++ Klimaschutz: Recycling- und Entsorgungsbranche kann wichtigen Beitrag leisten +++ Reform des Klimaschutzgesetzes: CO2-Einsparpotential von Stahlschrott nutzen +++ Nacharbeiten beim Klimaschutzgesetz: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“ – Klimaschutzdebatte wird fraglicher Konkurrenzkampf und Wahlkampf-Hotspot +++ VKU zur Verabschiedung des Verpackungsgesetzes – „Erste richtige und wichtige Maßnahmen werden hier verpackt“ +++ BDE begrüßt Beschluss zum Verpackungsgesetz als „Schritt, dem weitere folgende müssen“ +++ SRH erhält Nachhaltigkeitsaward +++ Solarpapierkörbe und Abfallbehälterschränke ersetzen Unterflurpapierkörbe in Rostock +++ Potenziale der Verwertung biogener Abfälle in Schwellen- und Entwicklungsländern +++ Personalien

Nachrichten aus der Industrie

+++ Mantelverordnung beschlossen – BDE: „Kompromiss besser als Scheitern“ +++ LiKE: Leichtbautechnologien in lebensphasenübergreifenden Kreislaufprodukten der Energiewende +++ Auf dem Weg zu „Zero Waste“ +++ Neues Duales System gegründet +++ Mehr Rückgabestellen für Elektronikgeräte +++ Littering von Getränkedosen auf historischem Tief +++

Produktvorstellungen aus der Industrie

+++ PV2plus – Abundant copper for an abundance of solar power +++ Plastic2Beans – Kunststoff- Recycling fördern mit Spitzenkaffee aus Äthiopien +++

Veranstaltungskalender

Impressum / Vorschau

Rezension

König, Wolfgang: Geschichte der Wegwerfgesellschaft: Die Kehrseite des Konsums, Stuttgart 2019.

40 Jahre Biotonne: Eine Vision ein Team – ein Erfolg. Vom Modellversuch zum bundesweiten Standard

Neuerscheinung Information 102: Was tun gegen Fehlwürfe?

DOI: https://doi.org/10.37307/j.1863-9763.2021.06
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1863-9763
Ausgabe / Jahr: 6 / 2021
Veröffentlicht: 2021-06-08
 

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